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Bargeldlos im Urlaub

Es wird langsam endlich sommerlich und die ersten Gedanken an den Urlaub geben Anlass zum Träumen von Strand, Meer, Natur, Sehenswürdigkeiten und Funsportarten. Den Jahresurlaub lassen die Bundesbürger sich gerne auch einmal etwas kosten, hier nimmt man es mit dem Sparen nicht so ernst, man lässt Fünfe gerade sein und das Portemonnaie sitzt wesentlich lockerer als im Alltag. Schließlich will man sich ja erholen und sich nicht den Kopf über jeden einzelnen Euro zerbrechen.

Innerhalb der europäischen Währungsunion ist das vor 2001 obligatorische Umtauschen in die jeweilige Fremdwährung nicht mehr nötig. Geht es allerdings in ein anderes Land, führt der Weg noch immer zum Bankschalter. Grundsätzlich ist es jedoch ratsam, keine größeren Mengen Bargeld – ganz gleich ob Euro oder nicht – mitzuführen, bei Verlust oder Diebstahl ist es sonst schnell vorbei mit der guten Urlaubsstimmung und Erholung ist dann auch nicht mehr wirklich möglich. Die Zeit der Traveller Checks ist mittlerweile längst vorbei, das praktischste Zahlungsmittel im Ausland ist die Kreditkarte.

Bei Verlust und Diebstahl lässt sich mit einem kurzen Anruf schnell der mögliche Schaden begrenzen, indem man die Karte sperren lässt. Außerdem hat man die kleine Scheibe aus Plastik immer dabei und braucht sich nicht sorgen, dass die Urlaubskasse vielleicht sogar aus dem Hotelzimmer entwendet wird. Außerdem wird die Kreditkarte praktisch überall auf der Welt akzeptiert, das Geldwechseln vor und während des Urlaubs entfällt nahezu vollständig. Die schönsten Tage im Jahr lassen sich also ohne Einschränkung genießen. Ein bisschen sollte man dennoch auf die Ausgaben achten, denn natürlich hat der Name Kreditkarte seine Daseinsberechtigung daher, dass man mit ihr einen bestimmten Kreditrahmen ausschöpfen kann. Wer diesen Rahmen nutzt zahlt natürlich entsprechende Zinsen und man sollte sich darüber im Klaren sein, dass dies auch einmal teuer werden kann, wenn man den Überblick verliert und seiner Lust zu shoppen allzu arglos und unbekümmert nachgibt. Um einer übermäßigen Belastung des Kredikartenkontos Einhalt zu gebieten, besteht die Option, eine Prepaid-Karte zu verwenden. Ähnlich der aus der Telekommunikation bekannten Prepaid-Karte, wird die Prepaid-Kreditkarte mit einem bestimmten Betrag aufgeladen. Ist dieser Betrag erschöpft, können mit der Karte keine weiteren Zahlungen mehr vorgenommen werden. Auf diese Weise minimiert sich gleichzeitig das Risiko für den Fall, dass die Karte doch einmal abhanden kommt.

Wissenswertes zum Thema Kreditkarte

Der Begriff “Kreditkarte” stammt übrigens interessanterweise aus einer Zeit, in der die Bezahlkarte nichts weiter als pure Utopie war. Der US-amerikanische Romanautor Edward Bellamy verwendete den Begriff bereits 1887 in seiner Science-Fiction Geschichte “Looking Backward”, die aus der Sicht eines Menschen verfasst ist, der im Jahr 2000 aus einer über hundertjährigen Hypnose erwacht. Wie einige andere utopische Vorstellungen aus dem 19. Jahrhundert ist auch diese tatsächlich wahr geworden. In der Realität werden die Kreditkarten heute entweder von Banken oder von Kreditkarteninstituten ausgegeben zu den bekanntesten international vertriebenen Karten gehören Visa, MasterCard und American Express. Diese sind unabhängig von einer bestimmten Bank, eine Bank, die eine der erwähnten Karten ausgibt, ist Mitglied eines Dachverbandes.

Auch Banken, die nicht unbedingt als eine der typischen Geldbanken bekannt sind, können daher Kreditkarten anbieten. Darunter befinden sich beispielsweise Banken verschiedener Auto-Hersteller, die hauptsächlich zur Finanzierung eines KFZ der jeweiligen Marke gegründet wurden, aber durchaus auch andere für eine Bank übliche Dienste anbieten können.
So hat zum Beispiel die Volkswagen Bank neben der FInanzierung für den neuen VW auch Sparpläne, Aktiendepots und Girokonten im Portfolio. Die hier ausgegebene Visa Karte ziert – wie könnte es anders sein – selbstverständlich das VW Logo oder das Abbild eines VW Modells. Die meist aus PVC bestehenden Karten haben auf der Rückseite einen Magnetstreifen, auf welchem die Kreditkartendaten gespeichert sind. Immer mehr Karten tragen schon einen sogenannten EMV-Chip, dieser soll mittelfristig den Magnetstreifen ablösen.